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Die Geschichte des Nationalparkhauses

Vom der Erzwäsche zum Infozentrum

Das Bergwerk Grube Samson – heute ein international anerkanntes Maschinenbaudenkmal – förderte von 1521 bis 1910 silberhaltige Erze aus einer Tiefe von bis zu 810 Metern. In der 1891 erbauten Erzwäsche – dem heutigen Nationalparkhaus Sankt Andreasberg – wurden die abgebauten Rohstoffe mechanisch zerkleinert, sortiert und für die Silberhütte aufbereitet.

Nach Einstellung des Bergbaus in Sankt Andreasberg im Jahr 1910 kam das Gebäude in den folgenden Jahrzehnten in den Besitz verschiedener Firmen.

1912 – 1930, Fa. Alberti (Holzspielzeug)
1931 – 1939, Fa. Harzer Spielzeugwerke Kirchhoff & Jäger (Spielwaren)
1942 – 1948, Fa. Leybold‘s Nachfolger (Rüstungsproduktion)
1948 – 1994, Fa. Sprenger (Radiowettersonden)

Im Jahr 1994 konnte die Bergstadt Sankt Andreasberg das Haus mit Zuwendungen des Landes Niedersachsen und der Harzwasserwerke übernehmen und mit den Sanierungsarbeiten beginnen. Dabei halfen u.a. der Landkreis Goslar, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Kreissparkasse Clausthal-Zellerfeld. Die Ausstellung wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gefördert.

Am 4. Dezember 1998 wurde das Nationalparkhaus als Informations- und Bildungseinrichtung für Besucher des Nationalparks Harz durch den damaligen Niedersächsischen Umweltminister Wolfgang Jüttner eröffnet. Betreiber war der BUND Niedersachsen für die Nationalparkgemeinde Sankt Andreasberg und den Nationalpark Harz. Seit Beginn des Jahres 2009 wird das Nationalparkhaus vom NABU Niedersachsen betrieben.

Heute befinden sich unter dem Dach des Hauses auch das Nationalpark-Bildungszentrum (BIZ) und das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Nationalpark Harz.


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